Markus Meckel | Kalender
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Dez
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Minsk Forum XVIII online – Belarus im Umbruch @ Online-Conference
Dez 2 – Dez 3 ganztägig

Markus Meckel ist Vorsitzender der „deutsch-belarussischen gesellschaft (dbg)“ e.V., die gemeinsam mit der SDPZ, der KAS, der FES und der Böll-Stiftung sowie der BISS aus Belarus das Minsk Forum 2020 veranstaltet.

Hier finden Sie das aktuelle Programm: deutsch und english

 

Minsk Forum 2020

 

Das Minsk Forum ist eine langjährige Veranstaltungsreihe, die 1997 von der „deutsch belarussischen gesellschaft“ e.V. mit ihrem Vorsitzenden Prof. Dr. Rainer Lindner begründet wurde. Im Laufe der Jahre hat es sich zu einer einzigartigen Plattform für den Meinungs- und Ideenaustausch für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entwickelt.

So hat das Minsk Forum Belarus auf seinem komplizierten Weg zwischen Russland und der Europäischen Union seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet. Es repräsentiert den auch schon in der Vergangenheit schwierigen Versuch, in Belarus selbst einen Dialog zu ermöglichen zwischen staatlichen Vertretern, der unabhängigen Zivilgesellschaft und der Opposition, aber auch zwischen Belarus und seinen Nachbarn sowie mit Deutschland.

Eine wichtige Rolle spielte über die Jahre der Austausch und die Förderung wirtschaftlicher Kontakte. Nach wie vor sind die Herausforderungen der nachhaltigen Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaft in Belarus groß. Dafür braucht es eine intensive Kooperation mit den westlichen Partnern und den Aufbau einer unabhängigen Justiz.

In diesem Jahr steht Belarus in einer tiefen Krise – und gleichzeitig im Aufbruch. Die gefälschte Präsidentschaftswahl im August 2020 brachte und bringt Hunderttausende Menschen auf die Straße, die sich ihre Stimme und damit ihre Selbstbestimmung nicht stehlen lassen wollen. Präsident und Regierung reagieren mit Repression und Gewalt und lassen jeden Willen zur Verständigung fehlen. Tausende Menschen sind verhaftet, die Zahl der politischen Gefangenen steigt ständig. Mit großem Mut und Entschlossenheit trotzen die Menschen der Gewalt im friedlichen Protest.

In dieser Situation ein Minsk Forum auszurichten, das sich dem Dialog verschrieben hat, scheint auf den ersten Blick beinahe ausweglos. Richtig ist daran, dass wir nicht glauben, Wege weisen zu können. Wir stehen an der Seite der Menschen, die friedlich für ihre Rechte einstehen. Wir rufen nach dem Ende der Gewalt und der Freilassung der politischen Gefangenen. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass die Gesellschaft einen Dialogprozess über ihre politische Zukunft braucht und wollen mit unseren Möglichkeiten Räume für einen solchen Dialog öffnen.

Was in Belarus geschieht, kann uns nicht gleichgültig lassen. So wollen wir in Deutschland, in der EU nicht nur Beobachter sein, sondern sehen uns mit betroffen und wollen darüber reden, wie wir konkret solidarisch sein und dazu beitragen können, Belarus auf seinem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu begleiten und zu unterstützen.